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Bestattungen
Haybach bietet über die übliche hygienische Versorgung des Verstorbenen
die thanatopraktische Behandlung des Leichnams an. Was aber bedeutet Thanatopraxie?
Die Thanatopraxie ist die Lehre von der Haltbarmachung des Leichnams.
Fest steht, dass die Menschen seit Ihrem Ursprung versucht haben, die
Körper ihrer Verstorbenen künstlich zu konservieren. Alle zivilisierten
Länder haben den Wunsch ihre Toten auf fromme Weise zu würdigen
und zu ehren; diese Kunst hat ihren Höhepunkt in der
Zeit der großen ägyptischen Dynastien erreicht, aber auch die
Römer, Griechen, Hebräer, Perser, Syrer, Indianer, Azteken und
Mayas setzten sich mit der Totenkonservierung auseinander.
Bei den zvilisierten Gesellschaften, frei von jedem philosophischem oder
religiösen Konzept, ist das Bemühen den sterblichen Überresten
eines geliebten Menschen alle Ehren zu gewähren höchst gerechtfertigt.
Die Konservierung der Körper ist das moderne und wirksame Mittel,
die Verbreitung von Krankheiten durch den Kontakt zwischen Lebenden und
Toten zu vermeiden, sowie eine hygienische Aufbahrung zu ermöglichen.
Allein die hygienische Konservierung, die ein gepflegtes Erscheinungsbild
erzeugt, bewahrt dem Körper sein natürliches Aussehen.
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Die Thanatopraxie ist das erste schnellwirkende und zeitbegrenzte Verfahren,
das den Angehörigen zur Verfügung gestellt wurde, um das schauerliche
Phänomen zu verhindern, das die plötzlichen morphologischen
Veränderungen der Leiche hervorbringt.
Die
modernen Methoden der Thanatopraxie haben freilich nichts mehr mit dem
Einbalsamieren in der Antike zu tun. Die Behandlung bewirkt eine äußere
und innere Desinfektion, d.h. der natürliche Zersetzungsvorgang und
die Geruchsbildung sowie eine etwaige Aufblähung des Verstorbenen
werden um 1-2 Wochen verzögert. Der Verstorbene behält in diesem
Zeitraum seine natürliche Hautfarbe, so dass eine Abschiednahme am
offenen Sarg durch die Hinterbliebenen möglich bleibt.
Ich bin ausgebildeter Thanatopraktiker und stehe Ihnen, verehrter Leser,
gerne für ein persönliches Gespräch über dieses Thema
zur Verfügung.
Klaus Haybach im März 2002
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